Nicht bewertbar da nicht eingesetzt

Als ein sinnloser Kauf haben sich die Segelhandschuhe von Musto herausgestellt. Zu viele der angestammten Besatzung rieten von einer Nutzung von Handschuhen ab. Lieber solle man die leichten Schmerzen bei der Arbeit mit den Leinen während der ersten ein-zwei Wochen in Kauf nehmen – danach schützt einen die entstandene Hornhaut vor der Reibung. Der Verlust an Gefühl für die Leinen sei einfach zu groß, und brächte mehr an Gefahren als Vorteilen. 

Sie behielten Recht. Nach gut einer Woche spürte ich kein unangenehmes brennen mehr beim führen der Leinen, mein Körper hatte ganz von selbst für einen Schutz meiner Hände gesorgt. Die Handschuhe kommen erst einmal in irgend eine Schublade, vielleicht kommen sie ja irgendwann an anderer Stelle zum Einsatz.

 

Die Verlierer, die direkt über Bord fliegen

Besonders enttäuscht wurde ich von den Lederstiefeln von Compass. Hier hatte ich mich dazu entschieden zwar die großen Marken zu umgehen, aber dennoch nicht ein billiges Modell zu wählen. Immerhin 160€ - da sollten die Stifel doch zumindest knappe vier Monate durchhalten. Leider hielt das Material – trotz liebevoller Pflege – lediglich wenige Wochen durch. Bereits nach meiner Überfahrt von den Azoren nach Frankreich begann sich das Innenmaterial vom äußeren Leder zu lösen. Dies führte dazu, dass ein an- und ausziehen der Compatex II Lederstifel von Compass zunehmend zu einer Herausforderung wurde, und ich sie schließlich durch ein Paar alte Gummistiefel ersetzte. Positiv sei angemerkt, dass sie immerhin ihre Wasserfestigkeit bis zum Ende behielten. Da eine Nutzung der Lederstiefel aber nach knapp einem Monat nicht mehr möglich war, nutzte mir das nur wenig. Fazit: Enttäuschend. Besonders bei dem gezahlten Preis hatte ich deutlich mehr erwartet.

Die zweite große Enttäuschung ist das Outdoor Smartphone von Cyrus. Ich hatte es billigeren Alternativen aus China vorgezogen, da ich von einer deutschen Firma bessere Qualität erwartete. Positiv: Meine Auswahlkriterien (Wasserfest, Stoßfest, Schutz vor Schmutz+Staub, starker Akku für lange Laufzeit) wurden erfüllt, das Telefon hielt tropischen Regenschauern und einigen Abstürzen – wie versprochen – stand. Der Sim-Karten Slot jedoch wies von Beginn an Mängel auf. Zunächst wurden SIM-Karten nicht immer erkannt, später fast gar nicht mehr. Lediglich häufiges herein- und herausnehmen derselben führte zumindest zu einer kurzzeitigen Erkennung der Karten. Dieses hinein- und hinausschieben des Slots führte jedoch zu einem Zerkratzen der Sim-Karten, was auf eine billige Verarbeitung dieses Bauteils schließen lässt. Nach knapp einem Jahr macht auch die Benutzeroberfläche Probleme und der Akku ist nach wenigen Stunden leer. Fazit: Keine komplette Enttäuschung, aber für knapp 200€ hätte ich hier auch mehr erwartet.

 

Mein generelles Fazit

Insgesamt hat sich meine generelle Herangehensweise bestätigt: Ein hoher Preis garantiert noch lange kein gutes Produkt. Gerade die sehr günstige Segelausrüstung von XM-Offshore konnte gewaltig punkten, während die relativ teuren Segelstiefel von Compass komplett versagten.

Unbedingt empfehlen kann ich neben der Segelkleidung auch die Lufthansa Mobile SIM. Sie hat mir stets die ersehnten Gespräche mit Zuhause ermöglicht, ohne dass ich in ständiger Angst vor horrenden Auslandstarifen leben musste.

 

 

Ich hoffe der Artikel hilft anderen bei der Vorbereitung auf ihren Segeltrip. Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass auch die Bewertungen bei Onlineshops mir teils eine große Hilfe waren, und mich vor Fehlkäufen bewahrten. 

Danke fürs Lesen, und immer trockene Füße an Deck wünscht euch euer Tola ;)