Eine viermonatige Seereise sollte gut geplant sein, auch was die persönliche Ausrüstung betrifft. Da meine erste Fahrt als Offizier gleichzeitig meine erste Reise auf einem Segelschiff werden würde, musste ich mir auch einiges an Ausrüstung komplett neu beschaffen.

Dabei war einiges was ich das nächste Mal wieder in meinen Seesack packen werde – aber leider auch mehrere Dinge, die direkt über Bord gehen sollten. Und die sich niemand kaufen sollte, der eine längere Seereise plant.

 

Segelkleidung

Meine Priorität beim Kauf der Ausrüstung: Preiswert aber nicht billig. Stabil und praktisch. Viele der klassischen Seglermarken (Helly Hansen und Co) fielen damit von vornherein heraus, nachdem ich diverse Testberichte und Onlinerezensionen gelesen hatte.

Atmungsaktiv sollte sie sein, und unbedingt wasserabweisend. Tauglich sowohl für einen ruhigen Atlantik, als auch für eine stürmische Biskaya. 

Meine Wahl fiel auf folgende Produkte:

-Segelhandschuhe von Musto (Essential Sailing Gloves) für ca. 25€

-Segelstiefel aus Leder von Compass (Compatex II braun) für ca. 160€

-Segelhose+Jacke von XM Offshore (anthrazit) für ca. 310€

 

Kommunikation

Nachdem für mein körperliches Wohl an Bord gesorgt ist, und ich weder Nässe noch Kälte fürchten muss, widme ich mich der – nicht zu vernachlässigenden – psychischen Gesundheit. Vier Monate ohne Kontakt zu Familie und Freunden können nämlich sehr lang werden, und ein Seemann freut sich im Hafen auf nichts mehr, als auf ein Gespräch mit seinen Lieben Zuhause. Da muss sich selbst das erste Bier in der Hafenkneipe hinten anstellen.

Wichtig deshalb: Ein stabiles Outdoortelefon und eine SIM-Karte, bei der einem keine unangenehmen Überraschungen beim Telefonieren im Ausland blühen.

Meine Kriterien für das Smartphone: Wasserfest, Stoßfest, Schutz vor Schmutz+Staub, starker Akku für lange Laufzeit, GPS-Funktion und keine zu schlechte Kamera.

Die SIM-Karte sollte weltweit gute Raten für Telefongespräche nach Deutschland haben, ein Pluspunkt wäre zusätzlich noch ein bezahlbarer Datentarif, um auch Onlinedienste wie Skype, Facebook und WhatsApp weiter zu nutzen.

Ich habe mich entschieden für:

-Outdoor-Smartphone Cyrus CS 22 für knapp 200€

-SIM-Karte von Lufthansa Mobile für 30€ (inkl. 19€ Startguthaben)

 

Segeljacke XM Offshore

Windstärken bis BF 12, Wellen im Gesicht - der Atlantik im Winter. Dank der Segeljacke XM Offshore kein Problem!

 

Die großen Gewinner, die wieder in den Seesack kommen

Ganz weit vorne: Meine Segeljacke und -hose von XM Offshore. Hier bin ich besonders skeptisch gewesen, wegen des gewaltigen Preisunterschiedes im Vergleich zu den üblichen (oft aber schlecht bewerteten) Markenausrüstungen. Das Fazit ist aber durchweg positiv. Ich habe auch bei schweren Arbeiten an den Segeln des Gaffelschoners Avontuur nie übermäßig geschwitzt, bin auch bei über dem Schiff hereinbrechenden Wellen in der Biskaya nicht nass geworden und habe mich stets pudelwohl und beweglich gefühlt. 100% zufrieden, und das bei einem absolutem Budgetpreis. Meine XM Offshore Segelausrüstung kommt auch beim nächsten Einsatz auf See wieder mit!

Auch wieder dabei sein wird die Auslands SIM von Lufthansa Mobile. Telefongespräche konnte ich für durchschnittlich 50 Cent/Minute von Martinique über Honduras und Mexiko bis Kuba problemlos führen. Die Datentarife (meist 5 Cent/MB) habe ich nicht in Anspruch genommen, aber auch hier wäre ich zumindest vor allzu bösen Überraschungen bewahrt gewesen. Die genauen, länderspezifischen Tarife sind auch hier einzusehen: https://lufthansa-mobile.com/myaccount/rates